Startseite  | Information | Aktuelles | Geschichte | Links | Anfahrt | Kontakt |
Der Rosenstock
Heziloleuchter
Die Gründung des Bistums ist eng mit der Legende vom 1000-jährigen Rosenstock verbunden. Der mächtige alte Rosenstrauch rangt an der äußeren Wand der Domapsis empor und ist das Wahrzeichen für das Bistum, aber auch für die Stadt Hildesheim.


Einer Legende zufolge verirrte sich Ludwig der Fromme mit seinem Gefolge während einer Jagd. In der Nähe von Hildesheim legte er eine Rast ein und ließ eine Messe feiern, um seine Errettung zu erflehen. Für den Gottesdienst wurde ein mitgeführtes Marienreliquiar zur Anbetung in einen Strauch gehängt. Nachdem die Gefahr vorüber war, vergaßen die Diener dieses Behältnis vom Strauch zu lösen. Das Fehlen wurde später bemerkt, man ritt zurück, aber das Reliquiar war fest verbunden mit dem Strauch. Ludwig der Fromme sah darin ein göttliches Zeichen, baute zum Dank seiner Errettung eine Marienkapelle und gründete so das Bistum Hildesheim.

Das Gründungsreliquiar, die sogenannte 'Lipsanothek' oder 'Heiligtum unserer lieben Frau', ist noch heute im Domschatz zu besichtigen. Es handelt sich hierbei um eine im 9. Jahrhundert entstandene karolingische Kapsel, die sterbliche Überreste Mariens und auch Jesu in sich bergen soll.

Der 1000-jährige Rosenstock, wie die schlichte Heckenrose (lat. Rosa canina L.) genannt wird, wurde in allen Zeiten hoch verehrt. Nach der verheerenden Bombardierung in den Mittagsstunden des 22. März 1945 begruben große Teile der Domapsis den Rosenstock unter sich. Doch wurde die Rose durch die Steinmassen nicht zerstört, sondern gerade dadurch das Wurzelwerk vor Verbrennung geschützt. Zwei Wochen nach der Bombardierung fing der Rosenstock wieder an zu blühen. Bis heute spielt dieses Ereignis in Hildesheim eine besondere Rolle.