Schon mit der Grundsteinlegung 1010
hatte Bernward St. Michaelis als seine spätere
Grabstätte vorgesehen. Die Unterkirche (Krypta),
in der er beerdigt werden wollte, wurde daher bereits
1015 am Michaelistag (29.September) geweiht.
Ursprünglich war die Unterkirche zum Mittelschiff
hin offen. Dem eigentlichen Zentrum im Osten mit
dem –nicht mehr erhaltenen- Kreuzaltar entsprach
mit der Unterkirche ein Zentrum im Westen.
Das Bernwardgrab, bestehend aus Sarkophag, Sarkophagdeckel
und Grabplatte, wurde wahrscheinlich von Bernward
selbst in Auftrag gegeben. Der Sarkophag ist ein
schlichter, behauener Sandsteinblock. Der Sarkophagdeckel
ist reich mit Skulpturen geschmückt.
Seit der Reformation 1542 dient St. Michaelis als
evangelische Gemeindekirche. Die Krypta mit dem
Grab des heiligen Bernward dagegen blieb in katholischer
Nutzung. |
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